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		<title>“Wir sind feige, die Muslime nicht”</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 10:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>deepsands</dc:creator>
				<category><![CDATA[news]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Interview von Alexander von Schönburg mit Otto von Habsburg in der Weltwoche 2/09: Wenn ich meine Leser langweilen wollte, dann müsste ich mein Interview mit dem Thema «Europa» beginnen. Ja natürlich! Warum wirkt das Wort auf die meisten wie eine Schlaftablette? Für mich ja auch. Habe dem Rowohlt-Verlag neulich ein Buch vorgeschlagen mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Interview von Alexander von Schönburg mit Otto von Habsburg in der Weltwoche 2/09:</strong></p>
<p><a href="http://passions.de/wp-content/uploads/2011/08/otto_von_habsburg-250x187.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-63" title="ovh" src="http://passions.de/wp-content/uploads/2011/08/otto_von_habsburg-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><em></em></p>
<p><strong><em>Wenn ich meine Leser langweilen wollte, dann müsste ich mein Interview mit dem Thema «Europa» beginnen.</em></strong></p>
<p>Ja natürlich!</p>
<p><strong><em>Warum wirkt das Wort auf die meisten wie eine Schlaftablette?</em></strong></p>
<p>Für mich ja auch.</p>
<p><strong><em>Habe dem Rowohlt-Verlag neulich ein Buch vorgeschlagen mit dem Titel «Europas Geschichte für Kinder». Die Reaktion war: Tolles Thema, aber irgendwie muss das Wort «Europa» aus dem Titel verschwinden, es wirkt etwa so anziehend wie «Steuernachzahlung» oder «Betriebsanalyse» . . .</em></strong></p>
<p>O je. Schauen Sie, für mich ist Europa eine Leidenschaft, aber der europäische Beamtenapparat, das europäische Bürokratentum, erstickt jede Begeisterung. Das liegt hauptsächlich an den Handelnden. Für die meisten Politiker ist Politik eben ein Beruf und keine Berufung. Mit Apparatschiks kann man sich eben nicht identifizieren. Es gibt in den einzelnen Ländern Politiker, die Begeisterung auslösen, wie Sarkozy – aber auf europäischer Ebene leider kaum.</p>
<p><strong><em>Gerade in osteuropäischen Ländern macht sich ja derzeit ein Ressentiment gegen den Apparat der Europäischen Union breit. Kleinere osteuropäische Länder beklagen, dass die EU von Frankreich und Deutschland dominiert wird. Sind diese Ängste berechtigt, oder braucht Europa die deutsch-französische Lok, die sie vorantreibt?</em></strong></p>
<p>Auch dieses Ressentiment liegt an den Personen. In Osteuropa hegte man natürlich enormes Misstrauen gegenüber einem Mann wie dem letzten Bundeskanzler, Schröder, weil dieser ganz offen über den Kopf der osteuropäischen Staaten hinweg mit den Russen paktiert hat und inzwischen sogar auf deren Gehaltsliste steht – als Aufsichtsratsvorsitzender der Ostsee-Pipeline-Gesellschaft. Es ist nur allzu verständlich, dass das Misstrauen nährt. Das wird sich jetzt hoffentlich ändern. Frau Merkel hat ein offenes Ohr für die Sorgen der osteuropäischen Staaten.</p>
<p><strong><em>Und Sarkozy?</em></strong></p>
<p>Sarkozy wird eine neue Dynamik in die Europapolitik bringen – er ist kein Mann, der sich von den Russen kaufen lässt. Sarkozy imponiert mir ungemein. Er hat sich getraut, Tabus zu brechen, sich mutig gegen den Konsens gestellt und ist sehenden Auges in Fettnäpfchen getreten. Gerade durch diese Authentizität hat er die Menschen für sich gewonnen. Die Politiker in deutschsprachigen Ländern tun sich ja dadurch hervor, dass sie viel reden, aber wenig sagen. Von Sarkozys unverblümter Art können sie lernen. Er lehrt auch, dass man den Leuten nicht unbedingt nach dem Mund reden muss. Die Kampagne für seine Kandidatur begann mit einem ungewöhnlichen Akt. Er verfasste ein Manifest, aber nicht alleine, sondern mit zwei andern zusammen. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundes der französischen Atheisten und einem katholischen Geistlichen hat er ein Buch geschrieben, in welchem er die staatliche Laizität in Frage stellt. Sarkozy hat sich auch vor der Wahl fotografieren lassen, wie er mit seiner Familie in eine katholische Kirche zur heiligen Messe ging. Das ist für jemand, der in einem laizistischen Land Präsident werden will, ziemlich mutig. Vor ein paar Jahren wäre das noch undenkbar gewesen.</p>
<p><strong><em>Pardon, aber ein sehr glaubwürdiger Verfechter der katholischen Vorstellungen von Ehe und Treue ist er nicht. Seine Ex-Frau Cécilia hat er als Bürgermeister von Neuilly-sur-Seine getraut, sich als Verheirateter in sie verliebt und sie ihrem Ehemann ausgespannt. Und in diesem Jahr hat er zum dritten Mal geheiratet. Dem Idealbild eines katholischen Politikers entspricht er damit nicht.</em></strong></p>
<p>Abgesehen von moralischen Überlegungen muss man sagen: Er traut sich. Er hat Chuzpe. Er setzt durch, was er will. Das imponiert den Franzosen.</p>
<p><em>In Frankreich gibt es enorme Vorbehalte gegen eine Aufnahme der Türkei in die EU. Die Familie, der Sie entstammen, herrschte jahrhundertelang über ein Reich mit verblüffender religiöser und ethnischer Vielfalt. <strong>Wie stehen Sie als Habsburger zu der Frage, ob ein mehrheitlich muslimischer Staat Platz hat in der europäischen Gemeinschaft?</strong></em></p>
<p>Ich glaube, die Türkei würde ihre Mission verfehlen, wenn sie Mitglied der EU werden würde. Grundsätzlich ist gegen die Aufnahme eines muslimischen Lands nichts einzuwenden. Albanien und Bosnien-Herzegowina werden mit Sicherheit in die EU aufgenommen werden, und beides sind mehrheitlich muslimische Staaten. Aber die Türkei hat weltpolitisch eine einzigartige Stellung. Die Türkei hat für die ganze muslimische Welt eine unglaubliche Ausstrahlungskraft. Das hat historische Gründe, denn das Osmanische Reich war doch einmal die einzige Ordnungsmacht des Orients. Dieses Prestige wirkt bis heute nach. Atatürk hat leider in seiner Trunkenheit sein Möglichstes getan, um die muslimische Tradition dieses Landes auszuradieren, aber glücklicherweise ist es ihm nicht gelungen. Die grosse Chance besteht darin, dass die Türkei eine Brückenfunktion zwischen der christlichen und der muslimischen Welt einnimmt. Und diese Mission kann sie nicht erfüllen, wenn sie sich mit Haut und Haaren der EU ausliefert.</p>
<p><strong><em>Wer wird das Kräftemessen zwischen kemalistischen und religiösen Kräften in der Türkei gewinnen?</em></strong></p>
<p>Der Kemalismus verliert.</p>
<p><strong><em>Ist das eine bedrohliche Entwicklung?</em></strong></p>
<p>Absolut nicht. Die muslimische Religion ist Teil der türkischen Identität. Damit die Türkei ihre vorhin skizzierte Rolle wahrnehmen kann, muss sie ihrer Identität treu bleiben.</p>
<p><strong><em>Sie sind Mitglied der Islamischen Akademie und grosser Sympathisant der Muslime. Woher rührt Ihre Schwäche für den Islam?</em></strong></p>
<p>Ich mag, dass in der islamischen Welt die Religion noch einen Stellenwert hat, den sie bei uns leider längst verloren hat. Ein muslimischer Politiker beginnt eine Rede grundsätzlich mit den Worten «Im Namen Gottes des Allmächtigen» . . .</p>
<p><strong><em>… und wenn man mit einer arabischen Fluglinie fliegt, kommt statt einer Wettervorhersage vor Beginn des Fluges über den Bordlautsprecher erst einmal ein Gebet.</em></strong></p>
<p>Die Muslime sind religiöser als wir im Westen. Sie handeln im Bewusstsein, dass Gott auf ihrer Seite steht, und das macht sie stärker.</p>
<p><strong><em>Aber ist das Dilemma nicht folgendes: Die Araber haben zu wenig Aufklärung erlebt und wir zu viel?</em></strong></p>
<p>Das ist keine schlechte Formulierung.</p>
<p><strong><em>Hat Ihre promuslimische Haltung auch mit persönlichen Erfahrungen zu tun?</em></strong></p>
<p>Ich mag an den Muslimen, dass sie keine Menschenfurcht haben. <strong>Wir sind feige, die Muslime sind es nicht.</strong> Bei sehr alten Leuten spielen ja gewisse Kindheitserinnerungen eine grosse Rolle.</p>
<p><strong><em>Erzählen Sie!</em></strong></p>
<p>Ich erinnere mich mit Wehmut an die Bosniaken an unserem Hof. Das waren unsere Wachsoldaten. Die waren bis zuletzt loyal und treu. Als die anderen davongelaufen waren, sind sie geblieben. In Schönbrunn im November 1918 sind die sogenannten Garden davongelaufen. Es hat einen Prinzen Zdenko Lobkowicz gegeben, der war Adjutant meines Vaters. Der ist auch davongelaufen. Die Bosniaken sind geblieben. Das sind solche Sachen, die einem Menschen in Erinnerung bleiben.</p>
<p><strong><em>Ich bin ja noch recht jung, aber ich erinnere mich an eine Zeit, in der es keinen clash of civilizations gab, als die Beziehungen zwischen Islam und christlicher Welt intakt waren. In den letzten Jahren hat sich in der arabischen Welt ein Ressentiment gegenüber dem Westen entwickelt, das unversöhnlich ist. Woran liegt das?</em></strong></p>
<p>An den Wahhabiten. Die saudische Lesart des Islam ist eine geradezu calvinistische Abart des Islam. Dass die Wahhabiten in den vergangenen Jahren so viel Einfluss gewonnen haben, ist ein Drama. Man darf aber nicht alle Mohammedaner über einen Kamm scheren. Ich bin zum Beispiel mit dem Grossmufti von Sarajevo befreundet. Er ist tiefgläubig, zutiefst in seiner Tradition verhaftet, er ist einer der grandiosesten Menschen, die ich kenne. Das sind die Muslime, mit denen sich der Dialog lohnt.</p>
<p><strong><em>Eine Front im vielfach beschworenen clash of civilizations ist die tschetschenische. Putin rechtfertigte sein brutales Durchgreifen in Tschetschenien ja gegenüber dem Westen als seinen Beitrag zum Kampf gegen den islamistischen Terror.</em></strong></p>
<p>Ich habe die denkbar schlechteste Meinung von Putin. Er lügt und betrügt, wenn er den Mund aufmacht. Putin ist ein Verbrecher. Er führte Russland geradewegs in einen Zustand der Rechtlosigkeit. Und Medwedew, sein Nachfolger als Präsident, hat diese Politik bis jetzt noch nicht geändert.</p>
<p><strong><em>Aber Russland hat nun mal eine totalitäre Tradition. Ist es nicht blauäugig, wenn wir glauben, man könne in Russland von heute auf morgen eine Demokratie einführen?</em></strong></p>
<p>Das Gerede von Demokratie in Russland ist Geschwätz, das dazu da ist, um den Amerikanern Freude zu machen. Aber es hat unter Jelzin immerhin den Versuch gegeben, im Land peu à peu die Grundregeln der Rechtsstaatlichkeit einzuführen. Was unter Putin geschah, ist das Gegenteil. Ich kannte Jelzin. Er war ein Bauer, durch und durch. Mit allen Tugenden und Untugenden eines Bauern. Putin ist das Gegenteil eines Bauern. Er ist ein Technokrat. Und zwar ein gefährlicher und gnadenloser Technokrat.</p>
<p><strong><em>Wenn Sie das Wort «Bauer» sagen, leuchten Ihre Augen. Aber eine brauchbare Kategorisierung ist die Unterscheidung in Bauer und Bürokrat eher nicht. Ist es so, dass man als Aristokrat eine Schwäche für alles Bäuerliche hat und einem alles Städtische suspekt ist?</em></strong></p>
<p>Das glaube ich nicht. Aber eines möchte ich Ihnen zugestehen: Ich habe eine Sympathie für das Bäuerliche. Es sind die Leute, die den Boden haben. Wissen Sie, wenn jemand Erde am Schuh hat, hat er immer einen wesentlich grösseren Kontakt zur Realität.</p>
<p><strong><em>Neulich war ich Zeuge einer interessanten Diskussion in der französischen Botschaft in Moskau. Es sass auch der Botschafter Indiens am Tisch. Er sagte zu seinem französischen Kollegen: Ihr Europäer seid zu ungeduldig mit den Russen. Die Zeit ist auf eurer Seite. Die Tür zur Demokratie ist hier aufgestossen, man wird sie nicht schliessen können, lasst doch Putin und seinem Nachfolger etwas Zeit . . .</em></strong></p>
<p>… um die Demokraten im Land umzubringen, natürlich.</p>
<p><strong><em>Er sagte, früher oder später werde Russland demokratisch, aber es sei unvernünftig, Russland zu nahe auf den Pelz zu rücken. Die EU und die Nato machen sich ja in der ehemaligen Einflusssphäre Russlands breit. Wenn man sich mal in die russische Seele hineinversetzt, muss man schon Verständnis dafür haben, dass dies für Beunruhigung sorgt.</em></strong></p>
<p>Russland ist, im Zeitalter der Dekolonialisierung, die letzte grosse Kolonialmacht. Es ist daher das grösste Element der Unruhe überhaupt in der Welt. Man muss doch nur an den Fluss Amur gehen, um das zu sehen. Es ist unglaublich, was sich dort zusammenbraut. Wenn man am Amur steht, hat man das Gefühl, an einer Art Wetterwinkel zu stehen. Man sieht schon von ferne das bevorstehende Gewitter. Früher oder später wird dieses Kolonialreich auseinanderbrechen. An all seinen Grenzen hat Russland Konflikte.</p>
<p><strong><em>Dass Russland seine territorialen Probleme hat, steht ausser Frage. Aber das bedeutet auch, dass es zu viele Probleme hat, um eine Bedrohung für uns zu werden. Im Gegenteil, aus russischer Sicht stellt der Westen eine Bedrohung dar. Für Russland ist es beunruhigend, dass die Gebiete, die vor kurzem noch Teil seiner Einflusssphäre waren, plötzlich Teil der westlichen Sphäre sind.</em></strong></p>
<p>Das mag sein. Aber es ist doch nur verständlich, dass sich die früheren Satellitenstaaten der UdSSR so wirksam wie möglich der Umklammerung Moskaus entziehen wollen. Haben Sie jemals gesehen, was für horreurs die Russen in ihrer Besatzungszeit begangen haben? Was für entsetzliche Verbrechen zum Beispiel an den Esten begangen wurden? Und Russland hat sich nie dafür entschuldigt. Die Russen haben sich nie mit ihrer grausamen Vergangenheit auseinandergesetzt.</p>
<p><strong><em>Meinen Sie damit, dass zum Beispiel die Zerstörung von alten Sowjetdenkmälern durch die Esten am 8. Mai, dem für die Russen geradezu heiligen Gedenktag des Kriegsendes, gerechtfertigt war?</em></strong></p>
<p>Sie können bei der Bevölkerung solche Gefühle nicht verhindern. Vielleicht bei einem klugen Politiker. Aber beim Volk können Sie nicht verhindern, dass das Bedürfnis nach Genugtuung sehr tief sitzt. Ich kenne Estland, war oft dort, habe mich leidenschaftlich für dessen Aufnahme in die EU eingesetzt. Wissen Sie, was dort für eine abgrundtiefe Abneigung gegenüber Russland besteht, davon macht man sich hier gar keine Vorstellung. Die Esten, auch die Letten und Litauer, haben Entsetzliches erlitten unter der russischen Okkupation.</p>
<p><strong><em>Aber der Westen befindet sich mit Russland seit Jahren in einem sehr erfreulichen Prozess der Annäherung. Wir sind doch darauf angewiesen, dass dieser Prozess fortschreitet, um der Weltpolitik etwas Stabilität zu sichern. Können wir uns wirklich erlauben, dass die Annäherung durch die Ressentiments in den neu dazugekommenen östlichen Ländern um Jahre zurückgeworfen wird?</em></strong></p>
<p>In Jelzins Regierungszeit hätte ich Ihnen völlig zugestimmt. Jetzt bin ich anderer Meinung. Mit Jelzin konnte man zusammenarbeiten. Mit Putin war das unmöglich. Vergessen Sie nicht die Rede, die Putin bei seinem Amtsantritt gehalten hat. Wie er damals angekündigt hat, dass er binnen fünf Jahren die militärischen Ausgaben verdoppeln wird, und die weltpolitischen Ambitionen Russlands betonte. Für mich ist Russland eine aggressive Macht und Putin ein gefährlicher Mann.</p>
<p><strong><em>Immer wenn der Westen Russland vorwirft, antidemokratisch zu sein, kommt als Gegenargument zurück, auch bei uns stehe es mit der Demokratie nicht zum Besten.</em></strong></p>
<p>Das ist ein wunder Punkt. Die im Westen vorherrschende Staatsform ist nicht die Demokratie, sondern eher eine Oligarchie, eine Partitokratie. Eine wirkliche Demokratie verlangt nach direkter Wahl, wie sie in England lang möglich war. Da wählte man einzelne Kandidaten, keine Parteilisten. Aber auch in England werden die Parteien immer mächtiger. Das Listenwahlrecht in den meisten europäischen Ländern fördert die Diktatur der Parteien. Ohne die direkte Wahl ist die Verbindung zwischen Volk und Politikern, abgerissen. Ich empfinde es als bedrohlich, dass zunehmend eine Entfremdung stattfindet. Wenn man in die Geschichte zurückblickt, gab es eine Zeit, die an die heutige erinnert: die Priesterherrschaft im alten Ägypten. Die Priester haben ihre eigene Sprache gehabt, und wenn jemand versuchte, sie zu lernen, wurde er hingerichtet, damit sie unter sich blieben. Nehmen Sie unsere Bürokratensprache. Die versteht kein Mensch. Von der Kaiserin Maria Theresia gibt es den schönen Satz: «Ein Gesetz ist erst dann legitim, wenn selbst der letzte Schweinehirte in Galizien es verstehen kann.» Das ist leider ziemlich lange her.</p>
<p><strong><em>Wäre eine konstitutionelle Monarchie in manchen osteuropäischen Ländern mit ihren abrupten Regierungswechseln eigentlich eine realistische Option?</em></strong></p>
<p>An manchen Orten. In Mazedonien. Oder im Kosovo. Wenn die Bildung des Staates dort gelingt. Ein unbeschreiblich sympathisches Land übrigens. Diese Albaner, ach Gott, sind die sympathisch. Kein Volk in Europa hat derart Schlimmes durchgemacht. Aber wie die sich aufrappeln, das ist phänomenal.</p>
<p><strong><em>Aber weder hier noch dort gibt es Familien, die historische Ansprüche auf einen Thron erheben könnten.</em></strong></p>
<p>Das macht doch nichts. Das gab es in Rumänien und Bulgarien auch nicht.</p>
<p><strong><em>Eine Vorbildfunktion üben Königshäuser kaum noch aus. Scheidungen sind nicht mehr ungewöhnlich.</em></strong></p>
<p>Die Scheidungen sind ein Unheil. Wenn die Leute ihre Mission verlieren, rutschen sie ab.</p>
<p><strong><em>Kaiserliche Hoheit, ich danke Ihnen für das Gespräch.</em></strong></p>
<p>Bitte sehr.</p>
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		<title>Es lohnt sich nicht, fleißig und gebildet zu sein</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 13:35:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Deutschland braucht die kreativen Köpfe &#8211; bezahlt sie aber zu schlecht: Die Journalistin Katja Kullmann widerlegt in ihrem Buch „Echtleben“ das Märchen, dass gute Ideen und Arbeitsdisziplin zu einem guten Auskommen führen. Das kreative Prekariat: Es lohnt sich nicht, fleißig und gebildet zu sein @ FAZ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Deutschland braucht die kreativen Köpfe &#8211; bezahlt sie aber zu schlecht: Die Journalistin Katja Kullmann widerlegt in ihrem Buch „Echtleben“ das Märchen, dass gute Ideen und Arbeitsdisziplin zu einem guten Auskommen führen.</h4>
<p><strong><a title="Das kreative Prekariat: Es lohnt sich nicht, fleißig und gebildet zu sein - Hintergründe - Feuilleton" href="http://www.faz.net/artikel/C30351/das-kreative-prekariat-es-lohnt-sich-nicht-fleissig-und-gebildet-zu-sein-30443162.html" target="_blank">Das kreative Prekariat: Es lohnt sich nicht, fleißig und gebildet zu sein @</a> FAZ</strong><a title="Das kreative Prekariat: Es lohnt sich nicht, fleißig und gebildet zu sein - Hintergründe - Feuilleton" href="http://www.faz.net/artikel/C30351/das-kreative-prekariat-es-lohnt-sich-nicht-fleissig-und-gebildet-zu-sein-30443162.html" target="_blank"></a></p>
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		<title>Failed State Index</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 13:30:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[We are pleased to present the seventh annual Failed States Index. The FSI focuses on the indicators of risk and is based on thousands of articles and reports that are processed by our CAST Software from electronically available sources. The Failed States Index 2011 Interactive Grid &#124; The Fund for Peace]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>We are pleased to present the seventh annual Failed States Index. The FSI focuses on the indicators of risk and is based on thousands of articles and reports that are processed by our CAST Software from electronically available sources.<strong><a rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.fundforpeace.org%2Fglobal%2F%3Fq%3Dfsi-grid2011%23.TgHCM00_bPw%3Bfacebook&amp;h=66c3f" target="_blank"></p>
<p>The Failed States Index 2011 Interactive Grid | The Fund for Peace</a></strong></p>
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		<title>Videoblog: Rassismus – in Israel längst kein Fremdwort mehr &#124; tagesschau.de</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 01:01:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In Israel macht sich der Rassismus breit. Zum Beispiel in der Stadt Sfat im Norden des jüdischen Staats. Nach dem Willen der Rabbiner dürfen Juden hier keine Wohnungen an Araber verkaufen oder vermieten. Einige wurden bereits vor die Tür gesetzt. Auch für die in der Stadt studierenden Araber wird es schwer, eine Wohnung zu finden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Israel macht sich der Rassismus breit. Zum Beispiel in der Stadt Sfat im Norden des jüdischen Staats. Nach dem Willen der Rabbiner dürfen Juden hier keine Wohnungen an Araber verkaufen oder vermieten. Einige wurden bereits vor die Tür gesetzt. Auch für die in der Stadt studierenden Araber wird es schwer, eine Wohnung zu finden.</p>
<p>Von Richard C. Schneider, ARD-Studio Tel Aviv</p>
<p>Videoblog: Zwischen Mittelmeer und Jordan [Richard C. Schneider, ARD Tel Aviv]</p>
<p>via <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/videoblogschneider176.html">Videoblog: Rassismus &#8211; in Israel längst kein Fremdwort mehr | tagesschau.de</a>.</p>
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		<title>Das FBI eilt Schweden zu Hilfe &#8211; News Ausland: Europa &#8211; tagesanzeiger.ch</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 01:00:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der mutmassliche Attentäter hatte bereits im Internet mit extremen Thesen schockiert. Weshalb er der Polizei trotzdem nicht auffiel, untersuchen zurzeit schwedische Behörden. Unterstützung erhalten sie aus den USA. via Das FBI eilt Schweden zu Hilfe &#8211; News Ausland: Europa &#8211; tagesanzeiger.ch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der mutmassliche Attentäter hatte bereits im Internet mit extremen Thesen schockiert. Weshalb er der Polizei trotzdem nicht auffiel, untersuchen zurzeit schwedische Behörden. Unterstützung erhalten sie aus den USA.</p>
<p>via <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Das-FBI-eilt-Schweden-zu-Hilfe/story/29273082">Das FBI eilt Schweden zu Hilfe &#8211; News Ausland: Europa &#8211; tagesanzeiger.ch</a>.</p>
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		<title>Henning Mankell: ‘If Wallander was alive, I wouldn’t be a friend of his’ &#8211; Times Online</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 00:59:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[He has written around 40 theatre plays, many of which he’s directed himself, and about the same number of books, several aimed at children, mainly touching on social, political and mo via Henning Mankell: ‘If Wallander was alive, I wouldn’t be a friend of his’ &#8211; Times Online.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>He has written around 40 theatre plays, many of which he’s directed himself, and about the same number of books, several aimed at children, mainly touching on social, political and mo</p>
<p>via <a href="http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/books/article6977965.ece">Henning Mankell: ‘If Wallander was alive, I wouldn’t be a friend of his’ &#8211; Times Online</a>.</p>
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		<title>Henning Mankell: &#8220;Wer zur Hölle bin ich?&#8221; &#124; Kultur &#124; ZEIT ONLINE</title>
		<link>http://passions.de/2010/12/14/henning-mankell-wer-zur-holle-bin-ich-kultur-zeit-online/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 00:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>deepsands</dc:creator>
				<category><![CDATA[news]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wer zur Hölle bin ich?&#8221; Im April erscheint der letzte Wallander-Krimi. Vorab gewährte uns Henning Mankell ein Gespräch über den Abschied von seinem Helden, das Schreiben und den Tod via Henning Mankell: &#8220;Wer zur Hölle bin ich?&#8221; &#124; Kultur &#124; ZEIT ONLINE.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wer zur Hölle bin ich?&#8221;</p>
<p>Im April erscheint der letzte Wallander-Krimi. Vorab gewährte uns Henning Mankell ein Gespräch über den Abschied von seinem Helden, das Schreiben und den Tod</p>
<p>via <a href="http://www.zeit.de/2010/12/Gespraech-Henning-Mankell">Henning Mankell: &#8220;Wer zur Hölle bin ich?&#8221; | Kultur | ZEIT ONLINE</a>.</p>
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		<title>TAZ: Peinlich berührt &#8211; Wikileaks-Dokumente zeichnen arabische Politiker als feige. Doch in arabischen Medien ist darüber nichts zu erfahren</title>
		<link>http://passions.de/2010/11/30/taz-peinlich-beruhrt-wikileaks-dokumente-zeichnen-arabische-politiker-als-feige-doch-in-arabischen-medien-ist-daruber-nichts-zu-erfahren/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 22:10:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>deepsands</dc:creator>
				<category><![CDATA[NAHOST]]></category>
		<category><![CDATA[news]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>
		<category><![CDATA[wikileaks]]></category>
		<category><![CDATA[world]]></category>

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		<description><![CDATA[‎"Was dieses diplomatische Erdbeben für die zukünftige Politik in der Region bedeutet, ist noch vollkommen unklar. In keinem anderen Teil der Welt klafft die Lücke zwischen öffentlicher Rhetorik und Realpolitik so weit auseinander wie hier."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;dig=2010/11/30/a0087&amp;cHash=b17d8839e1">Peinlich berührt &#8211; Die Wikileaks-Dokumente zeichnen arabische Politiker als feige. Doch in arabischen Medien ist darüber nichts zu erfahren</a></p>
<p>AUS KAIRO KARIM EL-GAWHARY</p>
<h3><span style="font-weight: normal;">‎&#8221;In der arabischen Welt ziehen die von Wikileaks veröffentlichten diplomatischen US-Depeschen den Präsidenten, Königen, Emiren und Revolutionsführern regelrecht die Hosen runter. Die Dokumente geben ihnen nicht nur Blöße, was die amerikanische Einschätzung ihrer vorhandenen oder nicht vorhandenen Fähigkeiten angeht &#8211; hier geht es um die große Politik und schwelende Konflikte, die auch in Kriegen enden können.&#8221;</span></h3>
<p><span style="font-weight: normal;"><br />
</span></p>
<p><strong>‎&#8221;Was dieses diplomatische Erdbeben für die zukünftige Politik in der Region bedeutet, ist noch vollkommen unklar. In keinem anderen Teil der Welt klafft die Lücke zwischen öffentlicher Rhetorik und Realpolitik so weit auseinander wie hier.&#8221;</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Slavoj Zizek:Are we living in the end times</title>
		<link>http://passions.de/2010/11/30/slavoj_izek/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 21:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>deepsands</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[philosophy]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>
		<category><![CDATA[world]]></category>

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		<description><![CDATA[Slavoj Zizek the "Elvis of Philosophy "capitalism almost religion"
"capitalism .. no longer inherently needs democracy"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/YIpiXJW3dYE" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/YIpiXJW3dYE"></embed></object></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=YIpiXJW3dYE">Youtube: Slavoj Zizek &#8211; Are we living in the end times?</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=YIpiXJW3dYE"></a><span style="font-size: 15px;">Slavoj Zizek the &#8220;Elvis of Philosophy &#8220;capitalism almost religion&#8221;</span></p>
<blockquote>
<h3><span style="font-weight: normal;">[5:12-5:48]</span><span style="font-weight: normal;">&#8220;till now there was one good argument for capitalism;<br />
</span><span style="font-weight: normal;">sooner or later &#8230;capitalism always engendered democracy now ..<br />
</span><span style="font-weight: normal;">its no longer the case &#8230;<br />
</span>capitalism .. no longer inherently needs democracy<span style="font-weight: normal;">&#8220;</span></h3>
<h3><span style="font-weight: normal; font-size: 13px;">[8:00]&#8220;no ethnic cleansing without poetry.. you need to arouse people, you need some kind of ethnic national myth&#8221;</span></h3>
<p>‎[10:00]&#8220;it seems to me, that people also want decaffeinated other -</p>
<p><span style="font-weight: normal;"><em>i don&#8217;t like tolerance, i like military spirit &#8211; struggle &#8211; but for the good cause&#8221;</em></span></p>
<p>‎&#8221;a classless society does not mean a sociaty without totalitarity &#8230; terror&#8221;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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